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  • Nicole Kohlmann

Zero-Waste

Ich beschäftige mich nun seit ca. 4 Monaten intensiv mit dem Zero-Waste-Lifestyle. Es ist unglaublich interessant, vielseitig und erschreckend wenn man sich ansieht was auf der Welt in den nächsten Jahren passieren wird. Ich bin ein Mensch der meist in Extremen lebt. Es gibt selten eine Grauzone. Um in den ZWL einzusteigen musste ich anfangs Abstriche machen und mich poe á poe an das Thema herantasten. Ich habe angefangen eine Bestandsaufnahme zu Hause zu machen, Dinge entweder zu verschenken, die ich nicht mehr benutzen wollte oder eben aufzubrauchen. Damit begonnen habe ich mein flüssiges Waschmittel und die Weichspüler für die weisse und bunte Wäsche selber zu machen. Das ist absolut spitze, meine Wäsche ist immer sauber und riecht frisch gewaschen. Nicht mehr künstlich nach dem handelsüblichen Weichspüler. Ich verwende je nach Lust und Laune ätherische Öle wie Lavendel oder Zitrone um etwas Duft in die Wäsche zu bekommen. Die Reinigungsmittel die ich im Haushalt für die Küche, Bad usw. verwendet habe, wurden durch nur einen Allzweckreiniger aus den den alt bewährten Hausmitteln Essig, Natron und Soda ersetzt. Diesen füge ich noch immer 5 Tropfen Nelkenöl hinzu da es desinfizierend wirkt. Ich mache mein Deo selbst, verwende für die Körperpflege nur noch Seifenstücke und Seifensäckchen, stelle meine Peelings aus Zucker oder Kaffeesatz her mit Kokos- und Olivenöl. Mit dem Thema weiblicher, nachhaltiger, Monatshygiene befasse ich mich ebenfalls intensiv. Wenn ich mich mal Schminken sollte, was wirklich sehr selten vorkommt, benutzt ich zum Make-up entfernen wiederverwendbare Abschminkpads. Ich verwende keine Kaffee-Kapsel-Maschine mehr. Ich Backe meist mein Brot selbst oder lasse es mir beim Bäcker direkt über die Ladentheke geben. Der Jutebeutel ist fester Bestandteil in meiner Handtasche und Wasser wird nur aus der Leitung getrunken. Ich habe auch für ca. 4 Wochen versucht meine Haare nur mit Haarseife zu waschen und als Spülung habe ich Apfel-Essig verwendet. Ich konnte mich hiermit allerdings (noch) nicht anfreunden und möchte momentan auf meine Haarpflegeprodukte nicht verzichten. Hierzu möchte ich jedoch sagen, dass ich sehr feines Haar habe und mir ein Shampoo plus Conditioner für ca. 6 Monate reichen.


Selbst die größte Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

(chin. Weisheit)


Ich versuche entweder ohne Verpackung oder in Glas zu kaufen. Immer auf Plastik zu verzichten ist teilweise noch schwer. Vor allen Dingen wenn man nicht alleine lebt. Ich kann nicht einfach alles umstellen, ich Lebe mit meinem Partner zusammen und möchte auf ihn Rücksicht nehmen, ihn Stück für Stück an das Thema heranführen und ihm zeigen wie einfach Zero-Waste sein kann und viel Spaß es macht auch zu verzichten. Wie einfach es ist auf gewisse Dinge zu verzichten oder wie leicht manches durch wiederverwendbares ersetzt werden kann. Ich weiss noch als ich das erste Mal das Bad oder die Küche mit meinem selbstgemischten Reiniger geputzt habe, da hat er die Nase hochgezogen und sich beschwert wie sehr es hier nach Essig riecht. Mittlerweile mag er den Geruch. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich merke es bei Unterhaltungen mit Freunden oder Bekannten, die entweder total begeistert sind und mehr Informationen möchten bzgl. Nachhaltigkeit, oder Menschen die sagen, dass erst mal die anderen was machen sollen und es genügt, dass zwei Mal im Monat der Gelbe Sack abgeholt wird oder es Pfand gibt, auch auf die Einwegprodukte. Dazu kann und möchte ich gar nicht viel sagen, man kann niemanden Zwingen etwas zu tun oder seine Einstellung zu ändern. Ich habe vor 4 Monaten im Vergleich zu jetzt auch nichts mit Zero-Waste zu tun gehabt. Ich habe deswegen nicht meinen Müll auf der Straße abgeladen, aber mein Gemüse und Obst war trotzdem teilweise in Plastiktüten verpackt und der Salat auch. Heute lasse ich den Salat liegen, laufe auf den Markt in Bamberg, kaufe mir dort einen und der ist sogar von Landwirten aus der Region. Ich war in den letzten Monaten tatsächlich zweimal auf einem Flohmarkt und habe mir etwas zum anziehen gekauft. Und ich überlege ein zweites oder sogar ein drittes mal ob ich diesen Kauf jetzt wirklich tätigen möchte oder muss. Ich verstehe wenn einige Influenzer/Blogger sagen, dass Nachhaltigkeit sehr eng mit Minimalismus verbunden ist, deswegen habe ich mir zum Thema Minimalismus ein Buch gekauft über das ich mich so langsam machen werde und lass mich überraschen was ich aufschnappe und umsetzten kann.

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