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  • Nicole Kohlmann

Glück im Unglück

Schon wieder stehe ich auf und lese mir einen Zeitungsartikel durch, über die verheerenden Brände in Australien, das Internet spricht von einem 3. Weltkrieg, viele sprechen über die Auswirkungen der Silvesterböllerei und anstatt als Veganer beglückwünscht zu werden, befindet man sich im 21. Jahrhundert in der Position sich zu rechtfertigen. Dann freut man sich das Oreos vegan sind und der letzte Bissen blieb mir fast im Hals stecken, wenn ich lese, dass auch dieser Konzern wegen Tierversuchen angeprangert wird. Ich durchforste wieder das Internet und finde eine neue App, die ähnlich funktioniert wie CodeCheck allerdings aufzeigt zu welchem Konzern das Produkt oder die Marke gehört und ob es boykottiert oder unterstützt werden kann/darf/soll/muss. Ganz schön harter Tobak für die Perfektionistin in mir, die als Kind gelernt hat, dass es nur schwarz oder weiss, ganz oder gar nicht gibt, entweder oder, ja oder nein. Was ist mit einem vielleicht, eventuell, könnte sein, wahrscheinlich, tendenziell, vermutlich, ich bin mir nicht sicher, unentschlossen, ich versuche es, ich weiss es nicht oder grau?

Es hat ja vor knapp einer Woche nicht nur ein neues Jahr, sondern auch ein neues Jahrzehnt begonnen, 2 0 2 0. Sieht schon schön auf dem Papier aus, finde ich. Viele Challanges haben begonnen wie z. B. 30 Tage Vegan, Yoga, Sport, Ausmisten, Zero Waste Ideen und noch viele mehr. Dann ist Instagram voll von persönlicher Weiterentwicklung, mehr Selbstliebe, dauernd lese ich „das wird mein Jahr“. Hey, genau das gleiche habe ich letztes Jahr auch schon gelesen, kann sogar sein dass es bei dir war?! Entschuldige meinen Sarkasmus oder provokanten Unterton, aber das ist zu viel für mich. STOP.

Spreche da ich? Oder ist es der Neid meiner Depression? Ha. Ich spreche da, denn ich bin meine Depression. Ich bin aber nicht das Gefühl, ich habe ein Gefühl. Zitat von Marsha Linehan. Was ich eigentlich sagen will ist, ich wünsche mir von Herzen, dass es MEIN Jahr wird, dass ich wieder Arbeite, dass ich mein Leben mit Reisen, Freude und Freunden fülle, ich hoffe dass ich mutig bin, Yoga mache, Sport, mich weiterbilde und Bücher lese. Ich werde weiterhin ehrlich sein, ich werde nichts schön reden, obwohl - das Überlege ich mir nochmal, das kann nämlich auch helfen. Aber eigentlich will ich einfach nur ich sein, ich möchte genug sein. Ich möchte mich nicht von außen negativ beeinflussen lassen, sondern bei mir sein. Ich freue mich auch über konstruktive Kritik, denn die kann mich weiter bringen. Natürlich ist es schlimm was auf dieser Welt passiert, es herrscht Krieg, Naturkatastrophen geschehen, es wird gehatet, Menschen und Tiere sterben, leiden Hunger, werden krank, es gibt Drogen, Gewalt und Macht. Ich kann dir etwas verraten. Wir leben. WIR LEBEN. DU LEBST. ICH LEBE.

Danke, dass ich das sehen kann. Das ich Wert-schätze. Das ich die Intelligenz besitze, genau das zu erkennen. Ich reflektiere mich, auch wenn es manchmal Schwächen von mir sind, das macht mich wieder stark. Reflektion und Demut. Demut schadet in der richtigen Dosis auch nichts, sondern bringt dich weiter. Du kannst das hier lesen, auf deinem Smartphone oder Laptop, mit Hilfe des Internets. Also lass uns, lass mich nicht nach der Nadel im Heuhaufen suchen, sich schlecht fühlen, weil du manches nicht besser wusstest. Lass uns perfekt unperfekt sein. Wenn du etwas tun möchtes oder verändern willst, dann beginne bei Null, gehe Schritt für Schritt und bleibe dir selber Treu und sammle Informationen, in deinem Tempo. Zum Glück habe ich einen wundervollen Menschen an meiner Seite der mir hilft, mich und mein Verhalten zu hinterfragen. Mit Selbst- und Nächstenliebe kann man viel Gewinnen, denn man macht sich nicht nur um sich selbst sondern auch über seine Umwelt Gedanken.


Was du nicht willst was man dir tut, das füge keinem anderen zu.

Den Spruch kenne wir denke ich doch alle noch aus dem Kindergarten.


Also meine Freunde der Sonne, Freunde der Wanderslust, WIR SIND GENUG. Selbst wenn du nicht vegan bist oder dein Waschmittel selbst machst, wenn du JETZT beginnst über dich und dein Verhalten nachzudenken, dann hast du den ersten Schritt geschafft und der ist doch meist der Schwerste. Und solltest du dir bei deinem zweiten Schritt ebenfalls schwer tun, lese dir auch meine andren Blog-Beiträge durch oder stöbere etwas durch meinen Instagram Account, da gebe ich auch schon wertvolle Tipps.


Sprüche klopfen kann ich, umsetzen auch.


Tschau, deine Nicole <3

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